Das 3. Staatsexamen
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Mehr als in den vergangenen Jahren muss der Student im 3. Staatsexamen über ein gut strukturiertes, aktives Wissen zu wesentlichen Aspekten der Medizin verfügen. Dieses Wissen umfasst eine Systematik der Erkrankungen, die differentialdiagnostische Betrachtung von Symptomen sowie einen Überblick über diagnostische und therapeutische Maßnahmen für alle Krankheitsbilder. Im 3. Staatsexamen muss der Kandidat überzeugend darlegen können, dass er über dieses Wissen verfügt.
Inhalte der Prüfung
In der Prüfung erfolgt die Dokumentation ärztlichen Wissens, in dem der Student im Rahmen der Patientenvorstellung:
• wichtige klinische Untersuchungsmethoden korrekt demonst riert
• die Anamnese des Patienten prägnant gestaltet
• aufgrund der gegebenen Systemkonstellation
weitere diagnostische Maßnahmen vorschlägt und
• Behandlungskonzepte erarbeitet .
Für den oben geschilderten 1. Prüfungsabschnitt steht nur eine sehr begrenzte Zeit zur Verfügung. Und doch ist dieser Prüfungsteil von zentraler Bedeutung, da in der Regel der Ersteindruck des Prüfers die Beurteilung
der Prüfungsleistung entscheidend prägt.
Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen, erfolgt im Rahmen des Kurses ein systematisches und supervidiertes Anwendungstraining in den Teilbereichen Untersuchungstechnik, Anamnese und Patientenvorstellung.
Der zweite Prüfungsabschnitt besteht aus einer mündlichen Befragung zu verschiedenen Krankheitsbildern. In diesem Rahmen soll der Student den ärztlichen Prozess darstellen, der sich vollzieht, wenn eine bestimmte
Symptomkonstellation vorliegt.
Wichtig ist hierbei die Benennung der Reihenfolge diagnostischer Maßnahmen unter Berücksichtigung der Aussagekraft, der Invasivität und
des Kostenfaktors.
Für ein erfolgreiches Absolvieren des 2. Prüfungsteils ist ein umfassendes Lehrbuchwissen eine notwendige, jedoch keine hinreichende Voraussetzung.
Viele Studenten legen sich in dieser Phase zu früh auf eine bestimmte Erkrankung fest, ohne weitere Krankheitsbilder diskutiert zu haben. Dies entspricht nicht der ärztlichen Praxis und wird daher auch und
wird daher auch in der Prüfung mit einer schlechten Note quittiert.
Leistungen Kurs 3. Staatsexamen
Das angestrebte Kursziel der „optimalen Präsentation ärztlichen Wissens“ wird durch Anwendung in Übungen und Fallsimulationen aktiviert und gefestigt.
Zur Optimierung der Prüfungsvorbereitung werden dann im Rahmen eines Rhetorikseminars Techniken trainiert, die eine wirkungsvolle Darstellung der erworbenen Fähigkeiten in der Examensprüfung ermöglichen.
Damit die aufgabengeleiteten Übungen (z.B. Darstellung von Krankheitsbildern, wechselseitige Anamnese und Untersuchung) ohne größeren organisatorischen Aufwand realisierbar ist, erfolgt die gemeinsame Unterbringung der Kursteilnehmer in unserem Schulungszentrum
Elisabethbrunnen in der Peripherie Marburgs.
Unterrichtstage Kurs Staatsexamen 3
4 Tage Chirurgie
2 Tage Radiologie
1 Tag EKG
1 Tag Anamnese
1 Tag Infektionskrankheiten
1 Tag Rhetoriktraining
18 Tage Kursdauer gesamt
Tagesablauf Kurs Staatsexamen 3
13:00 – 15:00 Mittagspause
15:00 – 16:30 Probeprüfung mit Fallbesprechungen*
wechselseitige Untersuchungen anschl. Individuelle Lernarbeit / Freizeit
*je nach Kursgröße müssen ggf. weitere Probeprüfungen in der Zeit von 16:30-
18:00 angesetzt werden.
** Die Fächerabfolge ist exemplarisch und soll lediglich das Ablaufschema des Kurses veranschaulichen. Sie kann jedoch von Termin zu Termin variieren!
Es gibt Begleitskripte zu jedem Unterrichtstag!
Die Programmpunkte Kurs 3. Staatsexamen
Unterricht An insgesamt 16 Vormittagen werden im Rahmen eines 4stündigen Unterrichts die wichtigsten Krankheitsbilder aus den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie, und Radiologie nochmals dargestellt und in ihren prüfungsrelevanten Aspekten beleuchtet.An einem weiteren Vormittag erhalten die Teilnehmer darüber hinaus eine ausführliche Einführung in die wichtigsten Untersuchungsmethoden. Im Rahmen dieser Unterrichtseinheit soll den Studenten eine Systematik vermittelt werden, nach deren Schema sie fast jedes internistische und chirurgische Krankheitsbild erfassen und vorstellen können.
Fallsimulationen
MEDILEARN sendet den Teilnehmern des Repetitoriums 3. Staatsexamen je ein chirurgisches und ein internistisches Krankheitsbild zu.Die Studenten haben bereits zu Hause die Aufgabe, sich über die jeweiligen Krankheitsbilder so zu belesen, dass sie diese während des Kurses im
Hinblick auf typische Beschwerden, Risikofaktoren und klassische Sozialanamnese realistisch simulieren können.
Es sollten auch zu erwartende körperliche Befunde bekannt sein, damit diese während der Untersuchung benannt werden können.
Darüber hinaus sollten die Teilnehmer auch alle weiteren diagnostischen Befunde des Krankheitsbildes kennen (sonographische, radiologische und
Laborbefunde etc.), um dem untersuchenden Studenten auf Nachfragen entsprechende Auskünfte geben zu können.
Wechselseitige Untersuchung
Im Rahmen dieser Veranstaltung werden die Kursteilnehmer die vor Repetitoriumsbeginn einstudierten Fälle simulieren.
Der „Prüfling“ wird bei dem „Patienten“ die Anamnese erheben und ihn körperlich untersuchen. Der „Patient“ hat hierbei die Aufgabe, die ihm gestellten anamnestischen Fragen dem Krankheitsbild entsprechend
zu beantworten und typische Befunde zu benennen, während die jeweilige Körperregion untersucht wird.
Schriftliche Dokumentation der Fälle
Wie im Examen gefordert, werden die Kursteilnehmer eine kurze Epikrise eines der beiden von ihnen untersuchten Fälle verfassen. Dabei sollen die aktuellen Beschwerden, die relevante Krankenvorgeschichte, die Familien und Sozialanamnese, der Untersuchungsbefund, das diagnostische Procedere, der vorgeschlagene Therapieverlauf und die Prognose Berücksichtigung finden. Selbstverständlich erhalten die Teilnehmer hierüber
eine leistungsmäßige Rückmeldung.
Fallbesprechung
Die Fallvorstellungen dienen dem Ziel, das vorhandene Wissen in der Prüfung aktiv umsetzen und präsentieren zu können.Im Rahmen der Prüfungssituation vermittelt der Dozent das geforderte Prüfungswissen auf interaktive Weise. Gleichzeitig wird im Rahmen dieser
Übungen auch die Demonstration der körperlichen Untersuchungstechniken trainiert.
Freie Probeprüfungen
In diesen Prüfungssimulationen werden klassische Prüfungsfragen gestellt.Durch die unmittelbare Rückmeldung des Dozenten lernt der Student, das in der Prüfung geforderte Wissen korrekt und systematisch zu präsentieren.
Rhetorikseminar
Das Seminar soll die Kursteilnehmer befähigen, durch aktives Beobachten und eigenes Training ihr Prüfungsverhalten zu verbessern.Dabei werden die
inhaltlichverbale Präsentation des Stoffes ebenso eingeübt wie situationsadäquate nonverbale Verhaltensmuster.