Hey Mira,
ich sehe hier eine Frequenz von ca. 56/min, für die Frequenzberechnung gucke ich mir an wieviele cm-Kästchen zwischen den R-Zacken sind (ca 5,3cm) und rechne dann 300/(Abstand zwischen zwei R-Zacken in cm).
Bei 300/5,3 kommt ca. 56,6 raus damit eher ein bisschen Bradykard.
Lg. Tobias
Hab ich das so richtig verstanden: Wenn man jetzt zum Schluss gekommen wäre, dass der QRS Komplex doch ein bisschen zu breit wäre und nicht gerade so noch schmall genug, wäre das ein Schenkelblock gewesen und man hätte die ST-Strecken Hebungen und Senkungen nicht mehr als Zeichen eines STEMIs gewertet?
Bedeutet das im Umkehrschluss, man würde den Patienten nicht in den Herzkatheter schicken, wenn man das anders interpretieren würde, bzw. wenn der QRS-Komplex tatsächlich ein kleines bisschen breiter wäre?
Oder schickt man einen Patienten mit so deutlichen ST-Strecken Hebungen und Senkungen trotzdem vorsichtshalber in den Herzkatheter?
Hallo Sabina,
Erst mal: die Klinik geht immer vor. Wenn ein Patient akute Brustbeschwerden hat oder Beschwerden hat der auf ein typisches ACS hinweisen würde ich das immer ernst nehmen bis man einen Infarkt o.Ä. sicher ausgeschlossen hat.
Aber in der Tat ist es so, dass bei Patient:innen, die einen Schenkelblock haben, die ST Streckenhebung nicht mehr eindeutig bewertet werden kann.
Aus diesem Grund gilt: Ein (fraglich) neu aufgetretener Schenkelblock wird bis zum Beweis des Gegenteils (Bei einem akuten Patienten) als STEMI-Äquivalent gewertet.
Die Lösung von Quiz 5 stimmen nicht mit der Diagnose aus dem Video überein. Was stimmt denn nun?
Hallo AliG,
vielen Dank für diesen Hinweis. Die Diagnose im Video stimmt natürlich, bei der Lösung im Skript war leider noch ein Fehler. Wir korrigieren das schnellstmöglich, damit auch das Rec-Skript stimmt!
Viele Grüße,
Heide (MEDI-LEARN)