Augenheilkunde
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Gonoblenorrhoe flwrpwr 07.08.2025 08:50:28
bei der Gonoblenorrhoe wird als Therapiemaßnahme die topische Applikation von Penicilin G Augentropfen aufgeführt, laut Amboss wird aber eine topische Behandlung aufgrund der Gefahr einer Resistenzbildung untersagt und stattdessen eine systemische Therapie mit Cephalosporinen bevorzugt. Was ist nun richtig`?
Antwort 1 MEDI-LEARN 18.08.2025 10:56:58
Vielen Dank für die aufmerksame Frage und den wichtigen Hinweis!
Tatsächlich gilt heute in den Leitlinien, dass bei einer gonokokalen Konjunktivitis immer eine sofortige systemische Therapie durchgeführt werden muss – bevorzugt Ceftriaxon 1 g intramuskulär (einmalig), oft kombiniert mit Azithromycin 1 g oral (wegen möglicher Chlamydien-Koinfektion). Eine rein lokale Behandlung ist nicht ausreichend und wird daher nicht empfohlen.
Ergänzend kann jedoch eine lokale Therapie sinnvoll sein, um die Keimlast am Auge schnell zu senken und Komplikationen wie Hornhautulzera zu vermeiden:
- Häufige Spülung mit steriler Kochsalz- oder Ringerlösung (mehrmals täglich, anfangs ggf. stündlich).
- Breitband-antibiotische Augentropfen oder -salben, z. B. mit Gentamicin, Tobramycin, Ofloxacin oder Moxifloxacin, in der akuten Phase sehr häufig appliziert. Penicillin G ist auch eine Option, allerdings bei der aktuellen Resistenzlage nicht als first line zu empfehlen.
Kurz gesagt: Systemische Therapie ist Pflicht – lokale Maßnahmen sind unterstützend und sollten parallel erfolgen.
Crosslinking highend 30.05.2022 13.24.06
Kannst du das Crosslinking beim Keratokonus erklären?
Antwort 1 MEDI-LEARN 30.05.2022 13.24.06
Wir machen Folgendes: Die oberste Hornhautschicht nennt sich Epithel. Und dieses Epithel müssen wir entfernen, denn die Moleküle vom Riboflavin sind zu groß, als dass es durch das Epithel durchkommen könnte. Wir tropfen das dann für eine gewisse Zeit auf das Auge auf, damit es durch die Hornhaut hindurchdiffundieren kann und in der Vorderkammer ankommt.Dann bestrahlen wir, wenn die ganze Hornhaut mit Riboflavin in Kontakt kommt, mit UV-A-Strahlen die Hornhaut und tropfen weiterhin Riboflavin. Dadurch soll es zu einer besseren Vernetzung kommen, denn der Keratokonus ist letztlich einer Strukturschwäche. Wenn es zu einer stärkeren Verbindung in der Hornhaut kommt, kann eine größere Festigkeit erreicht werden.
Dakryoadenitis Mila 30.05.2022 13.24.06
Rezidivierende Schwellungen am lateralen Unterlid bei Erwachsenen. Geht das eher in Richtung Dakryoadenitis, vor allem, wenn es binnen 2 Tagen wieder verschwindet?
Antwort 1 MEDI-LEARN 30.05.2022 13.24.06
Nein, da es am Unter- und nicht am Oberlid ist, geht es eher nicht in Richtung Dakryoadentis. Das passt eher zu einer allergisch bedingten Schwellung, vor allem, wenn es sich innerhalb von 2 Tagen wieder gibt. Es könnte auch eine Entzündung der Meibom-Drüsen sein und in Richtung Hordeolum gehen. Aber wenn es innerhalb von 2 Tagen wieder weg ist, denkt man eher an etwas Allergisches.