Liebes Croissant,
vielen Dank, dass du meinen Rec angeschaut hast, ich hoffe es hat dir geholfen. Zunächst zu deiner Frage: Disengagement meint das finale Enden der Verhaltensänderung. Mehr Details zu diesem Thema findest du auch auf der Modell-eigenen Website, hapa-model.de.
Mir ist wichtig, dir mitzugeben dass für die IMPP-Fragen meist Beispiele den Modellen zuzuordnen sind, oder einzelnen Phasen innerhalb der Modelle zugeordnet werden sollen. Speziell beim HAPA war es in der Vergangenheit so, dass die wenigen Fragen dazu eine Zuordnung forderten, dass bpsw. \"Planung\" der \"Volitionsphase\" zuzuordnen ist. Insofern macht es für das HAPA Sinn, sich noch einmal das Diagramm im Skript einzuprägen. Das Modell theoretisch-psychologisch in Tiefe zu verstehen ist als Mediziner für die direkte Examensvorbereitung und für die klinische Praxis nach meiner persönlichen Erfahrung nicht so wichtig, weswegen ich hier auch entsprechend fokussiert auf das konkrete Ziel (Punkte im Examen) bleiben wollte. Es gibt ja so viele Themen zu bearbeiten.
Ich wünsche dir für dein Examen alles Gute und dass das Kreuzglück mit dir sein möge! Bei Rückfragen stehe ich jederzeit zur Verfügung. :)
Beste Grüße
Lukas Gaßmann
wofür steht das V und A von SVAPKF (sensomotorisch, präoperational, konkretoperational und formaloperational)
Mit SVAPKF beschreibt die Phasen der Intelligenzentwicklung nach Piaget.
S = sensumotorisxche Interelligenz
A = Anschauliches Denken
V = vorbegriffliches Denken
P = präoperationales Denken
K = konkretes Denken
F = formales Denken
Gibt es einen signifikanten Unterschied bei Menschen mit niedrigerer Intelligenz z. B. nach WAIS eine höhere soziale Intelligenz im Vergleich zu ihrer logischen(bzw meines Wissens werden in solchen Test nicht nur logische Intelligenz abgefragt) Intelligenz aufweisen? Also dass soziale Intelligenz "einfacher" zu erlernen ist als logische.
Das ist sicher eine sehr interessante Forschungsfrage, spielt aber für das Physikum keine Rolle!
Wir warnen davor, sich gerade im Rahmen der Psychologie in der Phyiskumsvorbereitung mit möglicherweise interessanten aber prüfungsirrelevanten Fragen tzu verzetteln.
Die folgende Antwort, in der es keine Antwort auf die Frage gibt, daher auch nur für sehr Interessierte.
In Zusammenhang mit Intelligenz gibt es sehr viele Konzepte. Die meisten Konzepte verstehen Intelligenz als überdauerndes Persönlichkeitsmerkmale, nach denen Intelligenz oder einzelne Dimensionen kaum erlernbar sind. Entweder man ist es, oder man ist es nicht.
Es gibt einige Studien, die sich mit der Frage beschäftigen, in welchem Maße Intelligenz erworben (also erlernbar) bzw. vererbt wird.
Hier wird berechnet, welche VARIANZANTEILE der Intelligenz angeboren bzw. erworben sind. Man schätzt, dass etwa 80% der Varianz vererbt und etwa 20% erworben sind. Das bedeutet aber nicht, dass 80% der Intelligenz vererbt und 20% der Intelligenz erworben sind.
Studien, die sich hierbei auf einzelne Intelligenzfaktoren beziehen und in denen sogar noch geklärt wird, welche Dimensionen schneller oder langsamer erlernt werden, sind uns nicht bekannt.
Physikumsrelevant: Andere Konzepte unterscheiden hier jedoch z.B. zwischen kristalliner und fluider Intelligenz. Die fluide Interlligenz (Schnellingkeit der Informationsverarbeitung) nimmt im Laufe des ab und ist nicht erlenrbar, die kristalline Intelligenz (Summe des erworbenen Wissens) nimmt im Laufe des Lebens zu, ist also erlernbar.
Was ist der Unterschied zwischen Modellernen und Prompting
Modelllernen:
Ein Verhalten wird durch Beobachtung erlernt. Es tritt vermehrt auf, wenn das Modell belohnt wird, es tritt vermindert auf, wenn das Modell bestraft wird.
Prompting:
Das erwünschte Erhalten wird mit dem Lernen selbst durchgeführt, der Lernende wird geführt. Beispiel: Bei einem Kind wird beim Essen zunächst die Hand mit dem Löffel
zum Mund geführt, solange bis das Kind es von selbst tut.